Amano, Pre-Columbian Textile Museum
Lima, Peru
Diese Institution basiert auf der Initiative des erfolgreichen japanischen Geschäftsmanns Yoshitaro Amano, der es sich zum Ziel setzte, das kulturelle Erbe Perus vor Zerstörung und Plünderung zu schützen.
Bis 1930 hatte Herr Amano in verschiedenen Unternehmen in ganz Amerika ein beträchtliches Vermögen aufgebaut. Leider verlor er infolge des Zweiten Weltkriegs viele seiner Besitztümer und Firmen und wurde nach Japan abgeschoben. Nach den schwierigen Jahren als Kriegsgefangener entschied er sich, nach Amerika zurückzukehren, um seine Geschäfte wieder aufzubauen, und ließ sich etwa 1951 in Peru nieder.
Ausstellung
Auf seinen zahlreichen Reisen durch das Land entdeckte Herr Amano Objekte, die von Grabräubern zurückgelassen worden waren. Als kulturinteressierter Mensch erkannte er deren Bedeutung. Daher widmete er einen Großteil seiner Zeit und Mittel der Bergung und dem Schutz dieser verlassenen Gegenstände aus den Küstendesserts, welche er in seinem Haus in Miraflores präsentierte.
1964 gründete er das Amano-Museum, eines der ersten Gebäude in Peru, das speziell als Museum konzipiert wurde. Danach wurde es als eine der bedeutendsten Ausstellungsstätten für peruanische Textilkunst anerkannt und stellte zudem eine Brücke der Zusammenarbeit zwischen japanischen und peruanischen Forschern dar. Das Museum empfängt Besucher und Wissenschaftler ausschließlich nach vorheriger Abstimmung.
Fünfzig Jahre später entschied die Familie Amano, das Museum im Sinne der Tradition von Dienst und Forschung seines Gründers zu modernisieren. Das neue Konzept mit dem Namen AMANO, MUSEUM FÜR PRÄKOLUMBIANISCHE TEXTILIEN, bietet eine moderne Ausstellung, die sich vollständig der Welt der präkolumbianischen Textilien widmet und dabei zeitgemäße Präsentations- und Konservierungsbedingungen gewährleistet. Diese Institution ergänzt das nationale Angebot an präkolumbianischer Kultur und ist einzigartig in ihrer Art.