Brüning Museum
Lambayeque, Peru
Das Brüning Museum, vollständig Brünings Nationales Archäologisches Museum, spanisch Museo Nacional Arqueológico Brüning, ist ein archäologisches Museum in Lambayeque, Peru, das Objekte und Artefakte der antiken Zivilisationen Perus ausstellt.
Keramikausstellung Seit seiner Eröffnung im Jahr 1966 ist das Brüning Museum das bedeutendste Museum Nordperus, spezialisiert auf die präspanischen Kulturen Perus. Das Museum ist benannt nach Hans Heinrich (Enrique) Brüning, einem deutschen Ingenieur und Amateur-Ethnographen, der im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in der Region lebte und sie erforschte. Brünings Fotografien, Zeichnungen und kulturelle Entdeckungen haben anthropologische und archäologische Studien in der Region maßgeblich inspiriert.
Das Museum zeigt Exponate aus Brüning's persönlicher Sammlung sowie spätere Entdeckungen professioneller Archäologen. Die vier Etagen des Museums präsentieren eine Vielzahl an Fundstücken, darunter Mumien, Keramiken, Textilien und Artefakte, die bis zu 5.000 Jahre alt sind. Die Ausstellungen verfolgen die Entwicklung von Technologie und Kultur und konzentrieren sich vor allem auf die prä-inka Kulturen der Region wie Chimú, Chavín und Vicús. Viele Exponate sind der Kultur der Moche gewidmet, die vom 1. bis ins 8. Jahrhundert n. Chr. in der Gegend blühte. Das Herzstück der Sammlung ist die Sala de Oro („Goldener Saal“).
Im Jahr 2002 verlor das Brüning Museum seine Stellung als führendes Museum Nordperus durch die Eröffnung des Museums der Königlichen Gräber von Sipán, nur wenige Blocks entfernt. Das neue Museum beherbergt die ehemals beliebteste Ausstellung des Brüning Museums – eine umfangreiche Sammlung von Artefakten aus einem Mochischen Grab.