Huaca Huallamarca
Lima, Peru
Dieses archäologische Monument ist sorgfältig erhalten und steht im starken Kontrast zu den modernen Gebäuden seiner Umgebung. Es ist ein deutliches Zeugnis des großen Erbes, das von alten Gesellschaften hinterlassen wurde. Archäologische Untersuchungen zeigen, dass das Bauwerk eine lange und kontinuierliche kulturelle Abfolge darstellt.
Drei unterschiedliche Besetzungsphasen wurden erkannt, die jeweils durch eine besondere Funktion gekennzeichnet sind: Zeremonielles Zentrum, Friedhof und öffentliches Gebäude, sowie durch die Entwicklung der Gesellschaften von 200 v. Chr. bis 1532 n. Chr.
Die erste Phase entspricht dem Bau der Stufenpyramide, das heißt übereinandergestapelte Plattformen, auf denen Innenhöfe, Durchgänge und Umfassungsmauern errichtet wurden, deren Wände in Ocker-Gelb und Weiß bemalt waren. Die Errichtung erfolgte von etwa 200 v. Chr. bis 200 n. Chr. Das öffentliche Gebäude wurde mit kleinen handgefertigten Ziegeln in Form von Maiskörnern gebaut. Es diente einem Teil der Bevölkerung der Formativzeit als Versammlungsort.
Huaca Huallamarca Mit der Aufgabe von Huallamarca als öffentliches Gebäude, etwa von 900 bis 1300 n. Chr., begann die zweite Besetzungsphase. Der Ort wurde in dieser Zeit als Friedhof der Kulturen Lima, Ichma und Chancay genutzt. Hervorzuheben ist die Bestattungsweise in Grabbündeln, bei der die Verstorbenen mit angewinkelten Gliedmaßen in mehreren Lagen Tuch eingebunden wurden. Diese waren mit täuschend echt geschnitzten oder bemalten Baumwollköpfen aus der Zeit des Mittelhorizonts geschmückt und von Grabbeigaben aus Textilien, Keramik, Matten, Alltagsgegenständen und Nahrungsmittelutensilien begleitet.
Die dritte Phase fand in der Inkazeit von 1400 bis 1532 n. Chr. statt, in der auf der unteren Ostseite der Pyramide Hügel große Gefäße mit Textilien und Nahrungsmitteln entdeckt wurden.
1958 führte die Gemeinde San Isidro mit Beratung von Arturo Jiménez Borja Konservierungsarbeiten durch, um das Gebiet vor urbanem Wachstum zu schützen. So entstand unter anderem die Hauptrampe, die den Zugang zu den Plattformen ermöglicht.
Am 11. August 1960 wurde das Museumsareal eröffnet, das Fundstücke zeigt, die aus den Begräbnisorten geborgen wurden – darunter Textilien, Keramik, landwirtschaftliche, musikalische und gastronomische Instrumente.
Ausstellung Zwischen 1991 und 1993 fanden drei archäologische Ausgrabungen unter Leitung von Lic. Clide Valladolid statt.
Das Huallamarca Museum befindet sich in der Av. Nicolás de Ribera 201, Ecke Av. El Rosario.
Telefon: 222-4124
Öffnungszeiten des Museums: Dienstag bis Sonntag von 9:00 bis 17:00 Uhr.
Das Areal wird vom Kulturministerium verwaltet und die Eintrittspreise sind wie folgt:
Erwachsene (inländisch und ausländisch): S/. 5,00
Schüler/Kinder: S/. 1,00
Studenten im Rentenalter: S/. 3,00