Huaca Pucllana
Lima, Peru
Huaca Pucllana oder Huaca Juliana (möglicherweise aus dem Quechua wak'a, ein örtliches Heiligtum für eine Schutzgottheit, ein heiliger Ort, heilig, pukllana Spiel) ist eine große Pyramide aus Adobe und Lehm im Stadtteil Miraflores im Zentrum von Lima, Peru, die aus sieben gestaffelten Plattformen gebaut wurde. Sie diente als wichtiges Zeremonial- und Verwaltungszentrum für die Entwicklung der Lima-Kultur, einer Gesellschaft, die an der peruanischen Zentral-Küste zwischen 200 und 700 n. Chr. entstand.
Mit dem Ziel, dass die Elitepriester (die politisch mehrere Täler der Region regierten) ihre umfassende religiöse Macht und Kontrolle über die Nutzung aller natürlichen Wasserressourcen (Salz- und Süßwasser) der Zone zum Ausdruck bringen konnten, wurde innerhalb der Huaca eine Große Pyramide errichtet.
Keramische Ausstellungsstücke Die gesamte Struktur wird von einem Platz oder einer Zentralfläche umgeben, die die äußeren Grenzen markiert, sowie von einer großen, strukturierten Mauer, welche das Bauwerk in zwei separate Bereiche trennt. In einem Bereich fanden sich Bänke und tiefe Gruben, in denen Opfergaben mit Fischen und anderen Meereslebewesen dargebracht wurden, um die Gunst der Götter zu erlangen. Der andere Bereich ist ein Verwaltungsbereich. Hier befinden sich verschiedene kleine Lehmstrukturen und Hütten aus Adobe – von denen einige Mauern noch stehen – deren Funktion scheinbar die Höfe und Innenbereiche des Geländes waren, das über 500 Meter Länge, 100 Meter Breite und 22 Meter Höhe misst.
Weitere Funde stammen aus der Wari-Kultur (500 - 1000 n. Chr.), die gegen Ende der Zeit der Lima-Kultur einen starken Einfluss ausübte. Besondere Beachtung verdienen die Überreste des 'Herrn der Unkus', die zum ersten vollständig intakten Grab im zeremoniellen Zentrum gehören. Dieses Grab enthält drei separate Begräbnisumhänge mit den Überresten von drei Erwachsenen – von denen zwei Masken tragen – sowie die Überreste eines geopferten Kindes.